Die einfachste Apfel-Tarte

Die einfachste Apfeltarte

Apfelkuchen gehört zum Herbst wie bunte Blätter und Kürbis, und da der Herbst ja meine Lieblingsjahreszeit ist, war es nur eine Frage der Zeit, bis hier auch ein Apfelkuchenrezept auftaucht. Mein persönliches Lieblingsrezept habe ich aber erst vor kurzem entdeckt und zwar auf Tandlerins Blog die es wiederum von smitten kitchen hat. “Simplest apple tart” heißt das dort. Ihr kennt mich ja: Wenn mir ein großartiges Ergebnis bei minimalem Aufwand versprochen wird, bin ich dabei. Und ich kann mir tatsächlich kein simpleres und schnelleres Rezept für Apfeltarte vorstellen, es sei denn man verwendet fertig gekauften Teig. In 30 Minuten kriegt man die Tarte in den Ofen, ganz ohne Hetzerei (und glaubt mir , ich bin wirklich nicht schnell in der Küche). Ihr braucht zur Zubereitung nur eine Schüssel und die Form kann man sich auch sparen!

Ich habe das smitten kitchen-Rezept als Ausgangspunkt genommen und nach meinen Vorstellungen abgewandelt. Bei mir ist der Teig schokoladig, viel besser finde ich! Warum wird Apfelkuchen bloß nie mit Schokoteig gebacken? Das passt nämlich wirklich ganz wunderbar! Generell mache ich um den Teig nicht besonders viel Aufhebens. Wenn man amerikanische Blogs liest, fällt schnell auf, dass Pie Crusts wohl die Küchenherausforderung darstellen, an die sich keiner so recht rantraut. Und ich ehrlich gesagt auch nicht, weshalb ich einfach nur die Zutaten verknete und kurz in den Kühlschrank stelle während ich die Äpfel vorbereite. Schmeckt trotzdem sehr, sehr lecker.

Am allerwichtigsten ist aber natürlich der Geschmack und der ist einfach bombastisch gut! Zimt und Zucker in der Apfelfüllung verbinden sich beim Backen zu einem karamelligen Sirup, der Teig ist nicht zu trocken oder zu hart und toll schokoladig. Ein Klecks Schlagobers dazu passt auch sehr gut, muss aber nicht sein. Am besten schmeckt die Tarte ganz frisch aus dem Ofen, als warmes Abendessen, Dessert, Zwischendurchfreude… einfach immer. Ein Lieblingskuchen bei dem es nicht mal schlimm ist wenn der kleine Bruder gleich 1/3  alleine aufisst, denn nichts spricht dagegen, am nächsten Tag nochmal schnell das Gleiche zu backen.

Die einfachste Apfeltarte (abgewandelt nach einem einem Rezept von smitten kitchen)

Zutaten für den Teig:

1 Tasse +2 gehäufte EL Mehl

1,5 gehäufte EL Kakaopulver, gesiebt

5 EL Zucker

1 Prise Salz

etwas gemahlene Vanille (ca. 1/4 TL)

1/2 Pckg. Backpulver

125 g hochwertige Margarine (z.B. Alsan) oder Butter

1 – 2 EL Wasser

Zutaten für die Apfelfüllung:

3 mittelgroße Äpfel

1 EL Zimt

3EL Zucker

Das Backrohr auf 200 Grad vorheizen. Für den Teig die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel gut mischen. Margarine in Stücke schneiden, dazugeben und mit den Fingern einarbeiten, sodass eine krümelige Mischung entsteht. Mit 1 EL Wasser zu einer glatten Teigkugel formen, wenn nötig noch etwas mehr Wasser zugeben bis der Teig gut zusammenhält. Ich mache meinen Teig so weich wie möglich weil er dann beim Backen nicht so trocken wird. Die Teigkugel auf einem Teller in den Kühlschrank stellen.

Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und in schmale Spalten schneiden, in die Teigschüssel geben und mit Zimt und Zucker mischen, bis alle Spalten gleichmäßig bedeckt sind.

Ein Backblech bereitstellen und ein Stück Backpapier zuschneiden. Teig aus dem Kühlschrank holen, mit Mehl bestäuben und auf dem Backpapier dünn ausrollen. Das Backpapier samt Teigplatte auf das Backblech transferieren, Apfelspalten in die Mitte packen und etwas zurecht drücken und rücken, die Teigplatte dann vorsichtig von außen her über die Füllung klappen. Eventuelle Ritzen zudrücken, damit der leckere Saft nicht ausläuft.

45 Minuten lang backen.

Comments
18 Responses to “Die einfachste Apfel-Tarte”
  1. Tandlerin sagt:

    Das kann ich mir auch gut vorstellen! Noch besser aber vielleicht sogar mit Birnen statt Äpfeln in dem Schokoladenteig…. Ich glaub ich muss da mal was ausprobieren ;)

  2. Lena sagt:

    Oh ja, ich liebe diese Tarte auch und habe sie selbst auch schon verbloggt! Bin aber bei der traditionellen Kombi geblieben, denn die finde ich einfach leckerst. Ich würde sie gerne auch mal wieder backen, aber gerade gibt es so viele Backrezepte in der Warteschlange… zum Glück gibt es Äpfel ja noch den ganzen Winter ;).

  3. mmmh, das klingt ja lecker!! find die idee mit dem schokoteig toll, schoko kann einfach nie schaden ;-)

  4. @ Tandlerin: Mhmmm mit Birnen ist das sicher auch total gut!

    @ Lena: Ja zum Glück :-D

    @ fitundglücklich: das hab ich mir auch gedacht! alles wird besser durch Schokolade :-D

  5. Lena sagt:

    Einfach ist immer gut! ;-) Und dann noch so schön schokoladig… Ich bin gerade wirklich versucht, das heute Abend noch nachzubacken, klingt einfach zu verlockend! :-)

  6. Sarah sagt:

    die sieht echt toll aus! will ich am wochenende unbedingt mal ausprobieren! :)

    lieben gruß!

  7. yum yum, der schokoteig klingt sehr lecker. ich kann mir auch allerlei früchte in dieser “galette” vorstellen! lieben gruss!

  8. Fjonka sagt:

    Lecker!
    Hab ich nämlich heute endlich ausprobiert und gerade eben verputzt :-)
    Allerdings: glücklicherweise bin ich nach 30 Minuten zum Ofen zum gucken – bei 45 Min. wäre sie mir wohl verbrannt, so waren bloß ein paar Äpfel oben schwarz…
    Schade, das “reblog” geht wohl immer noch nicht, sonst hätt’ ich dieses Rezept gern ge-reblogt!

  9. @ jennifer: haha stimmt, galette heißt das ja eigentlich ;-) hoppla… ich werde je nach saison auch noch alle möglichen anderen früchte in den teig packen!

    @ Fjonka: es ist echt verrückt, wie unterschiedlich Öfen backen, bei meiner Mutter geht auch immer alles viel schneller als bei mir… gut, dass er dir nicht total verbrannt ist!

  10. Fjonka sagt:

    Reblogged this on Schreiben und lesen lassen … and commented:
    Ich hab diese Apfeltarte ausprobiert und finde sie schön einfach zu machen und sehr lecker- am 2. Tag sogar noch besser als lauwarm am ersten (ich hätte vermutet, es wäre umgekehrt…)
    Danke für das feine Rezept!
    Außerdem ist dies ein Test für die neue Art, zu “re-bloggen”- ich bin gespannt, wie das nun gleich bei mir im blog aussieht.

    • Fjonka sagt:

      Mir gefällt das nicht – ich hoffe, Du, Elisabeth, bist nicht genervt darüber, wie Dein Rezept nun in meinem blog “rüberkommt”- ich werde dieses feature sicher nicht mehr nutzen, falls es nicht geändert wird.
      Das ändert aber nichts dran, wie gut Deine tarte schmeckt…

  11. Muss ich auch mal probieren. Sieht fabelhaft aus.

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