Mein Triumph über Sojaschnetzel: Wraps!

wraps1

Sojaschnetzel fand ich schon immer irgendwie faszinierend: vegetarisches “Fleisch”, das nicht verdirbt. In der Praxis war ich dann aber immer unglücklich mit dem Ergebnis, es war mir zu weich und der Sojageschmack zu stark. Mit dem feineren Sojagranulat habe ich mich schon vor einiger Zeit angefreundet aber die größeren Schnetzel wollten einfach nicht zu meiner Zufriedenheit gelingen. Bis heute! Zum Durchbruch verholfen hat mir The Vegetarian Diaries mit einem Rezept für afrikanischen Erdnusseintopf mit Sojaschnetzeln. Die Sojaschnetzel wurden in diesem Rezept nicht bloß in Gemüsebrühe eingeweicht, sondern in einer dickeren Sauce aus Brühe, Erdnussbutter und Knoblauch mehrere Stunden lang mariniert. Eigentlich logisch, dass die Schnetzel nur dann nach mehr schmecken können, wenn man sie intensiver mariniert, wieder einmal etwas, wo man früher hätte draufkommen können. Die angebratenen Erdnuss-Schnetzel waren jedenfalls ausgesprochen lecker und mir kam die Idee, es mit anderen Marinaden zu versuchen, zum Beispiel mit dieser hier mit Ketchup, Worcestershire-Sauce, Knoblauch und Ingwer. Die Schnetzel wurden 24 Stunden lang mariniert, aber ich denke ab drei Stunden ist man auch schon dabei. Danach in Öl angebraten und schließlich in Wraps mit Salat, Mais, Bohnen, Tomate und Sojajoghurt verspeist. Die Jury – bestehend aus meinen beiden fleischliebenden Brüdern – war äußerst angetan.

Natürlich schmecken die Schnetzel nicht wie Fleisch, sie sind aber ein würdiger Ersatz und machen sich gerade in diesen Wraps ganz besonders gut. Ich fand immer, dass die Schnetzel beim Einweichen in Gemüsebrühe irgendwie weich und laberig werden, mit diese Methode bekommen die angebratenen Schnetzel Biss, auch deshalb mag ich sie in den Wraps viel lieber als z.B. Tofu. Ich Nachhinein überlege ich, ob 4 EL Worcestershire-Sauce nicht doch etwas zu intensiv waren, ihr könntet es ja mal mit 3 EL Worcester und zusätzlich 1 EL Wasser versuchen.

Marinierte Sojaschnetzel für Wraps

Zutaten:

70g Sojaschnetzel (reicht für 6 bis 8 Wraps)

Marinade:

4 leicht gehäufte EL Ketchup (meins war “hot”)

4 El Worcestershire-Sauce (oder 3 EL Worcestershire Sauce und 1 EL Wasser)

1 gepresste Knoblauchzehe

1 TL gemahlener Ingwer (oder frischen wenn ihr habt, fein gerieben, ist sicher nochmal besser)

1 TL Salz

1 TL Rohrzucker

1 EL Öl

50 ml Wasser

Zum Servieren:

Weizentortillas

Salat

Mais, Bohnen, kleingeschnittene Tomaten, Paprika o.Ä.

Sojajoghurt

Die Zutaten für die Marinade mit einem Schneebesen verrühren, die trockenen Sojaschnetzel untermischen und im Kühlschrank mindestens drei Stunden lang marinieren lassen. Nach 1 Stunde noch einmal gründlich durchrühren, damit die Marinade sich gleichmäßiger verteilt. Wenn fertig mariniert in einer beschichtetn Pfanne in etwas Öl einige Minuten lang relativ scharf anbraten. Tortillafladen mit den gebratenen Schnetzeln und den restlichen Zutaten befüllen.

Comments
10 Responses to “Mein Triumph über Sojaschnetzel: Wraps!”
  1. Gourmande sagt:

    Hmmmm, sieht das mal wieder toll aus!
    Was für eine Marke hast du denn genommen? Waren das Schnetzel aus dem Kühlregal? Ich verstehe unter Sojaschnetzel nämlich das hier: http://www.alnatura.de/de/produkt/28484, aber da würde dann ja die Flüssigkeit fehlen?

  2. nachdem ich deine knusprigen tofuwürfel geliebt hab sollt ich das hier wohl auch ausprobieren, klingt jedenfalls sehr lecker!! ich mag nämlich auch nur die kleinen sojaschnetzel, die großen fand ich bisher auch immer bäh ;-)

  3. das sieht fantastisch aus! und deine marinade wird auf jeden fall bald mal ausprobiert!
    macht auf jeden fall einen tollen eindruck! :)

    lg
    the vegetarian diaries

  4. @ Gourmande: Nein nicht aus dem Kühlregal, schon getrocknet, aber größer als die Alnatura-Schnetzel, die sind ja doch recht fein. Ich bin gerade nicht zuhause und hab die Marke nicht im Kopf, aber heute abend schau ich nach. Wie meinst du das, dass die Flüssigkeit fehlt?

    @ fitundglücklich: dann könnte das hier wirkluch etwas für dich sein :-) Bin schon gespannt, wie es dir schmeckt!

    @ vegetarian diaries: dankeschön! und danke auch nochmal für die tolle inspiration!

  5. Gourmande sagt:

    Ich hatte die 50ml Wasser überlesen, die Sojaschnetzen von Alnatura muss man ja auch erst mal kochen, also war ich etwas verwirrt! ;-)

  6. Mini-Küche sagt:

    Die Konsistenz der Schnetzel hat mich auch immer etwas abgestoßen, wie du mag ich das Sojagranulat sehr aber den Schnetzeln hatte ich mich nach 2-3 nicht sehr befriedigenden Versuchen auch verweigert. So werde ich das allerdings auch nochmal versuchen, hört sich lecker an.

  7. @ Gourmande: Achsoo :-) Die Marke ist übrigens Vollkraft, und ich habe die Schnetzel aus meinem Reformhaus. Die von Alnatura hab ich noch nie probiert, werd ich aber bald tun.

    @ Mini-Küche: ich hatte sie auch schon abgeschrieben, aber jetzt neue Hoffnung geschöpft :-D

  8. jwoj sagt:

    Das sieht richtig gut aus! Vielen Dank für die Idee und das Rezept! Mir geht es mit den Schnetzeln auch so wie dir: die sind mir einfach zu laberig bzw. zu gummiartig wenn man sie nur in Gemüsebrühe einweicht und dann anbrät. Jetzt hast du mir aber einen neuen Denkanstoß gegeben.
    Viele Grüße!

Trackbacks
Schau nach, was andere sagen ...
  1. [...] Blogeintrag von Elisabeth vom Homemade deliciousness Blog aufmerksam geworden, in dem sie von ihrem Triumph über Soja-Schnetzel berichtet. Im Prinzip berichtet sie von ihren Schnetzel-Problemen, wie ich sie auch habe. [...]



Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 61 other followers